Katzen und Kitten

Fragen vor der Anschaffung einer Katze

Fragen v o r der Anschaffung einer
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Schwangerschaft? Die Katze kann bleiben!

Auch in der Schwangerschaft kein Problem
Auch in der Schwangerschaft kein Problem

Schwangere Frauen trennen sich oft zu voreilig von ihrer Katze, aus Angst ihr Nachwuchs könnte sich durch einen Toxoplasmoseerreger infizieren. Selbst viele Frauenärzte raten zu einer Abschaffung der Katze während der Schwangerschaft, obwohl diese wissen müssten, dass nicht die Katze selbst die Gefahr darstellt. Richtig ist, dass Frauen, die noch nie in ihrem Leben mit diesem Erreger in Berührung gekommen sind, ihr Baby verlieren oder es mit schweren Missbildungen zur Welt bringen können, wenn sie sich während der Schwangerschaft erstmals mit dem einzelligen Parasiten infizieren. 

Hauptauslöser dieser Krankheit ist der Genuss von rohem Fleisch, z.B. Gehacktem, Rohem Schinken oder Salami und in mit Erregern versetzter Gartenerde.

 Nicht die Katze, lediglich der einige Tage alter Katzenkot stellt eine Gefahr da. Wer also Handschuhe bei der Gartenarbeit und bei der täglichen Säuberung der Katzentoilette benutzt, oder die Katzentoilette vom Partner säubern lässt und auf rohes Fleisch verzichtet, braucht nicht in Panik geraten.

 Übrigens haben sich mehr als die Hälfte aller Frauen lange vor ihrer Schwangerschaft durch diesen Erreger schon einmal infiziert und sind dann immun. Durch einen Bluttest lässt sich leicht feststellen, ob ihr Körper bereits Abwehrstoffe gegen Toxoplasmose gebildet hat.

Kastration

Katzen sollten immer kastriert werden!
Katzen sollten immer kastriert werden!

Sie kennen und lieben Ihre eigene Katze, aber

wissen Sie

  • dass 3 mal jährlich unzählige kleine Katzen geboren werden, für die es keinen Platz gibt, die unerwünscht sind und überall verjagt werden?
  • Oftmals werden sie von Tierhändlern aufgekauft und an Laboratorien weiter veräußert. Qualvolle Tierversuche beenden das Leben dieser armen Geschöpfe.
  • dass jährlich etwa 250.000 heimatlose, streunende Katzen in Wald und Feld abgeschossen werden?
  • daß mindestens ebenso viele Katzen jährlich auf den Straßen überfahren werden und  dann in Straßengräben einen qualvollen Tod sterben?

Wie kann man dieses große Katzenelend vermindern?
Nur dadurch, das alle Katzenhalter ihre Tiere kastrieren lassen. Dieser Eingriff wird von Tierärzten an Katern und Katzen (auch wenn sie trächtig sind) ab dem 7. Lebensmonat bis zum 12. Jahr schmerzlos und ohne nachteilige Folgen vorgenommen

Wissen Sie,

  • dass die Katzen durch den Eingriff den unangenehmen Geruch völlig verlieren?
  • dass Kater und Katzen viel häuslicher und anhänglicher werden, wenn sie kastriert sind? Andererseits bleiben sie nach wie vor gute Mäuse- und Rattenfänger und laufen viel weniger von zu Hause weg.
  • dass die erreichte Geburtenverminderung auch einen Vogelschutz darstellt?

Bitte entschließen Sie sich zu diesem Eingriff.

Denken Sie nicht nur an das Schicksal Ihrer eigenen Katze, sondern auch an die Folgen einer unkontrollierten Vermehrung - an all die ungezählten herrenlosen, verstoßenen Tiere, auf die nirgends eine Schüssel Milch und Futter wartet - an die vielen Katzen, die überall fortgejagt, mit Steinen beworfen und schließlich, wenn sie vor Hunger wildern, vom Jäger als "Raubzeug" abgeschossen werden.

Ihr örtlicher Tierschutzverein berät Sie gern und wird Ihnen auch finanziell Unterstützung gewähren, wenn Sie die Tierarzt-Kosten für den kleinen Eingriff nicht alleine bezahlen können.

Wann vermittelt man Katzenkinder?

Katzenkinder
Katzenkinder

Mit sechs Wochen benützt das kleine Kätzchen die Katzentoilette. Das selbständige Fressen klappt in diesem Alter bereits perfekt. Aus diesem Grunde meinen viele Leute, das Kätzchen sei alt genug für eine Trennung von der Mutter und den Geschwistern.
Aber:

6-8 Wochen ist ein unverantwortlicher Zeitpunkt.

Zu früh von der Mutter getrennte Katzen entwickeln Gesundheits- und Verhaltensprobleme.

Ein Katzenbaby sollte ca. 12 Wochen bei der Mutter bleiben.

Bis zu diesem Alter lernt das Kleine von der Mutter durch Beispiel und Nachahmung nicht nur, was zu einem arttypischen Katzenleben nötig ist, sondern auch, was es im Zusammenleben mit dem Menschen zu beachten gibt.
Der beste Katzenkenner kann nicht die Nestwärme, die mütterliche Liebe und Strenge einer Katzenmutter ersetzen.

Ein 6- 8 Wochenkätzchen bleibt zeitlebens anfälliger gegen Infektionskrankheiten ...

...(insbesondere Magen und Darm) und es stirbt leichter daran. Die Katzenmutter säugt ihre Kleinen oft bis nach der 12. Woche.

Durch die Muttermilch bekommen die Kleinen Abwehrstoffe, die die ausgewogenste Fertignahrung für Katzenkinder nicht ersetzen kann. Auch der beste Tierarzt kann ein so kleines Kätzchen nicht mit einer Schutzimpfung versehen, um es besser vor Krankheiten zu schützen.

Nicht nur der körperlichen Entwicklung des Katzenkindes kommt das längere Zusammensein mit der Mutter zugute, auch und zuallererst der psychischen Entwicklung der Katzenseele.

Man kann sich noch so intensiv und liebevoll und sogar mit Sach- und Tierkenntnis eines 6-Wochenkätzchens annehmen, es bleibt eine Waise. Selbst gute Katzenkenner lassen sich täuschen; weil ein so junges Kätzchen keine dramatischen Beweise seiner Sehnsucht nach Nestwärme und gleichaltrigen Mitkätzchen liefert, glauben viele, die frühe Trennung schade ihm nicht.

Wer also ernstlich von sich behaupten will, dass er Katzen liebt, sehe davon ab, ein Jungtier zu früh von seiner Familie zu trennen und sei es noch so niedlich und süß. Es sind immer wieder solche Katzenwaisen, die später zu den absonderlichsten "Wohnungsneurosen" neigen.

Katzen in Wohnungshaltung

Katzen in Wohnungshaltung
Katzen in Wohnungshaltung

Eine Katze als reines Wohnungstier - geht das?

Viele alleinstehende Menschen wünschen sich eine Katze. Katzen scheinen dann ideale Haustiere - sie brauchen nicht Gassi gehen, sind meist verschmust und lassen auch in der Wohnung gut mit sich spielen.
Doch was nur wenige Menschen bedenken ist, dass auch Katzen etwas zu tun haben wollen. Eigentlich sind Katzen Freigänger, die den ganzen Tag (und manchmal die ganze Nacht) damit beschäftigt sind zu jagen, zu toben und ihre Umgebung zu erkunden. Da kann ein Tag allein in der Wohnung mehr als langweilig sein.
Viele Katzenherrchen und -frauchen bemängeln an ihren Lieblingen, dass sie sich an der Einrichtung zu schaffen machen oder Dinge zerstören, annagen und herunterwerfen. Die Katze macht das natürlich nicht mit Absicht: Viele Schäden entstehen einfach aus purer Langeweile, so allein ohne Spielkameraden.
Ganz unvorstellbar gar ist die Einzelhaltung einer sehr jungen Katze, wenn Herrchen oder Frauchen ganztags berufstätig sind. Denn nach der Trennung von ihren Geschwister und von der Mutter fühlt sich die kleine Katze einfach nur mutterseelenallein und braucht daher intensive Ansprache und Fürsorge.

Katzen brauchen Beschäftigung

Weil Katzen also auch ungern alleine sind, hilft nur eins: Eine Beschäftigungstherapie. Und was liegt da näher als eine zweite Katze? Zusammen lässt sich besser spielen, toben, raufen und auch schmusen - das wissen auch wir Menschen. Warum gönnen wir unseren Katzen nicht auch das Glück eines Partners oder einer Partnerin, das wir uns alle für uns selbst auch wünschen?
Trotzdem brauchen auch Katzenpärchen ‚ihre Leute': Nehmen Sie sich am Wochenende oder nach Feierabend Zeit für Ihre Tiere, spielen Sie mit Ihnen und schmusen Sie. Sie werden sehen, Katzen und Mensch sind glücklicher und ausgeglichener.

Zwei Katzen - doppeltes Glück

Am besten eignen sich Wurfgeschwister. Sie kennen sich seit Geburt und können gemeinsam ihr neues Reich erobern. Da steht Spielen, Toben, Schmusen und Dösen auf dem Tagesprogramm. Die beiden Racker kann man dann getrost auch einmal tagsüber alleine lassen. Kommt man dann nach Hause, wird man sehen, wie stürmisch die Begrüßung für uns Menschen ausfällt.

Zwei Katzen bedeuten nicht zwangsläufig zweifache Kosten. Man kann an größeren Futterdosen sparen und ein Katzenklo ist ohnehin bei einer Katze vorhanden. Dies sollte jedoch groß genug für zwei sein.
Auch benötigen zwei Stubentiger nicht mehr Platz als einer, wenn man ihnen genug Kuschelplätze und einen stabilen Kratzbaum anbietet. Sehr gut geeignet sind Deckenkratzbäume mit Liegeplatz, Hängematte oder einer kleinen Höhle. So kann die Raumhöhe optimal ausgenutzt werden.

Katze in Einzelhaltung

Sollte man jedoch nicht berufstätig sein und genug Zeit zu Hause verbringen, kommt auch eine erwachsene Katze in Einzelhaltung in Frage. Wie das? Da kann es z.B. passieren, dass sich Katzen plötzlich in einer Gemeinschaft nicht mehr wohlfühlen und dann einfach ihre Ruhe möchten. Oder eine Katze, die jahrelang alleine gelebt hat und sich zum Einzelgänger entwickelt hat. Es gibt viele solcher Fälle. Hier sind Tierschutzorganisationen und Tierheime dankbar, wenn sich ein Katzenliebhaber findet, der auch einer Einzelkatze ein gutes Zuhause gibt.

Wohlfühltipps für Wohnungskatzen

Katzenfreundlicher Balkon
Katzenfreundlicher Balkon

 

-> Der Balkon als Paradies für Wohnungstiger

 

Ermöglichen Sie Ihrer Hauskatze freien Zugang zum Balkon. Dazu gibt es im Handel spezielle Katzenklappen. Mit etwas Kreativität kann man diese auch in Mietwohnungen einbauen (ohne die Tür oder Fensterscheibe zu zerstören).
Wichtig!: Bitte vernetzen Sie den Balkon! Erstens schützt es Ihren Stubentiger vor einem lebensgefährlichen Absturz und zweitens ist es auch besser für den Katzenbesitzer, der sich keine Sorgen bei seiner Abwesenheit machen muss, dass die liebe Mieze ausbüchst.

Baum als Kratzbaum und Aussichtsturm
Baum als Kratzbaum und Aussichtsturm

Katzengerechte Einrichtung des Balkons

 

Katzen lieben erhöhte Aussichtsplätze. Diese kann man ganz nach Geschmack und Möglichkeit gestalten. Vorteilhaft sind echte Baumstämme mit Sitzflächen, denn sie sind wetterunempfindlich.

 

Woher einen Baum bekommen? Einfach mal beim Förster anfragen, dann kommt man auch legal an einen Baum. Man kann auch Bretter an die Hauswand schrauben.
Kratzbäume aufstellen ist auch prima, aber die gehen bei Nässe und Schmuddelwetter schnell kaputt, deshalb lieber die oben genannte Variante wählen.

Liegewiese auf dem Balkon
Liegewiese auf dem Balkon

Und was gibt es schöneres, als an einem sonnigen Tag in seiner eigenen Katzen-Liegewiese zu relaxen? Dazu einfach einen großen Blumentopf (in dem die Katze bequem liegen kann) mit Erde füllen und im Frühjahr mit handelsüblichem Rasensamen bestreuen. Dann dauert es bei guter Pflege nicht lange und schon hat man eine super Katzenwiese

 

Wenn man dann so gemütlich in der Sonne gelegen hat wäre ein bisschen Wasserplatschen auch nicht schlecht, deshalb einfach einen großen Pflanzenuntersetzer (Durchmesser ca. 40 cm) mit frischem Leitungswasser befüllen. Da kann der Tiger dann im erfrischenden Nass fischen und seinen Durst stillen.

Was bei Katzen auch gut ankommt sind Kräuter. Besonders Katzenminze ist der absolute Renner. Die kann man einfach in den großen Blumentopf zur Liegewiese mit einpflanzen. Außerdem eignen sich Baldrian, Thymian und Zitronenmelisse auch gut. Schön sind neben Kräutern auch Blumen, aber bitte achten Sie dabei darauf, dass diese nicht giftig für die Katzen sind. Einige gut geeignete Beispiele sind Dahlien, Rosen, Gänseblümchen und Lavendel. Besonders schön sieht auch schwarzäugige Susanne aus (rankt im Netz und blüht sehr schön) sowie rankende Kapuzinerkresse. Und schon hat man einen natürlichen Schattenspender!

Auch für reine Wohnungskatzen (ohne Balkon) lassen sich einige von den oben genannten Vorschlägen realisieren. Nämlich erhöhte Aussichtspunkte, wie
Kratzbäume und Regale. Auch echte Bäume oder Baumstämme für die lieben Stubentiger sind wahre Hingucker! Freie Fensterbänke kann man mit einer gemütlichen Decke ausstatten, damit man auch von innen Vögel und das Außengeschehen beobachten kann.

 

Die Liegewiese ist auch in der Wohnung realisierbar! Auch das Wasserbad ist machbar, allerdings sollte man dazu einen wasserunempfindlichen Boden haben (z.B. Fliesen im Bad oder in der Küche). Natürlich kann man die Katzen auch im Bad am Waschbecken spielen lassen.


Wasserspiele für Katzen
Wasserspiele für Katzen

Ungiftige Kräuter und Pflanzen im Blumentopf sind schön für Mensch und Tier!

Animationsprogramm für reine Wohnungskatzen

Das A & O lautet Beschäftigung! Es gibt nichts schlimmeres für Tiere, als einsam dahin zu vegetieren. Wenn man selbst berufstätig und mehrere Stunden nicht zu Hause ist, dann sollte man seinen Tieren ein Animationsprogramm bieten. Tiere, die sich einsam und verlassen fühlen, können unsauber werden und / oder stellen größeren Unsinn an. Dem kann man wie folgt entgegenwirken:

Wenn man berufstätig ist, immer mehrere Tiere halten. Artgenossen untereinander können sich gut miteinander beschäftigen und es kommt nicht so schnell Langeweile auf.

Man kann Katzen das Trockenfutter selbst erarbeiten lassen. Dazu leere Klopapierrollen sammeln und diese mit Trockenfutter bestücken. Die Röhren an immer wieder unterschiedlichen Stellen in der Wohnung verteilen. Mal kann man Röhren nehmen, mal kleine Pappkartons. Oder einen großen Karton nehmen, das Futter dort hinein streuen und mit zusammengeknülltem Zeitungspapier verdecken. Man kann das gleiche auch mit Spielsachen machen. Das animiert den Jagd- und Spieltrieb der Katzen. Wichtig ist es einfach, den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Dazu Spielsachen von Zeit zu Zeit tauschen und andere unzugänglich machen, dann bleiben die Sachen viel interessanter.

Liebe Katzenbesitzer, nehmen Sie sich ein Herz und setzen Sie nun ein paar der genannten Vorschläge in die Realität um! Ihre Stubentiger werden es Ihnen danken!

Vielen Dank!
Steffi Krüger

Katzen im Winter

Katzenhaus für den Winter
Katzenhaus für den Winter

Wer seinen freilaufenden Katzen eine warme, geschützte Behausung bieten
möchte, hier ein sehr schönes Beispiel:
Der untere Boden und das Katzenhaus mit Klappe sind komplett isoliert mit 4cm Styropor.
Den Freisitz oben und unten haben wir mit Plexiglas dicht gemacht, das
man aber im Sommer mit wenigen Schrauben wieder abnehmen kann. Momentan
haben wir auch den vorderen Eingang zur Hälfte mit Plexiglas (oben) und
PVC (unten) gegen Wind und Schnee geschützt. Das Haus haben wir noch mit
PVC ausgelegt (zum leichteren reinigen), man sollte, wenn Katzen draußen
schlafen müssten, zusätzlich Stroh einfüllen. Decken saugen sich mit
Wasser voll. Das Dach ist wetterfest und steht über.


Nähere Info: Tel. 09192/992623 Fam. Mrotzek

Noch ein sehr zweckmäßiger, selbstgebauter Unterschlupf:
Anbei einige Bilder von der Styrokiste und der Bauanleitung als pdf Datei.
Wir haben die Kiste etwas abgewandelt und das Eingangsloch an der langen
Seite, *nicht* *mittig, *sondern seitlich versetzt gebaut, da es meiner
Meinung nach weniger rein zieht, und die Katzen sich nach hinten
verdrücken können. Außerdem habe ich noch ein Reststück PVC
eingeschnitten und über dem Eingang befestigt (Zugluft). Das PVC auf dem
Dach etwas überstehen lassen, damit kein Regenwasser in den Eingang läuft.
Zudem haben wir die Box noch auf Holzklötze gestellt (Bodenkälte, hoher
Schnee).

Bauanleitung Styrokiste
styrokisten.pdf
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Der ausbruchssichere Garten

Die Latten wurden eingelassen und mit Kabelbindern am vorhandenen Zaun
befestigt.
Auch das Katzenschutznetz (gibt es auf Rolle) wurde mit Kabelbindern an
den Latten fest gemacht.
Nur am Sichtschutzzaun wurden kurze Latten festgeschraubt.
In die Bäume, die zu nahe am Zaun stehen, haben wir Reststücke von
unserem Maschendrahtzaun (auch mit Kabelbindern) eingearbeitet.
Somit kann alles schnell wieder abgebaut werden und man hinterläßt keine
Löcher.