Hunde

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Hundeerziehung

Alwin - auch er braucht die richtige Erziehung
Alwin - auch er braucht die richtige Erziehung

 

 

Die wichtigsten Regeln der Hundeerziehung:

 

-> Hundeverhalten genau beobachten und erkennen

-> Hunde nicht vermenschlichen

-> Individuelle Bedürfnisse des Hundes berücksichtigen

-> Klare, immer gleiche Signale/Befehle geben

-> Unerwünschtes Verhalten sofort und immer konsequent unterbinden

-> Ausgiebig loben mit Belohnung

-> Außschließlich tierschutzgerechte Hilfsmittel verwenden

-> Fachlichen Rat einholen

 

Es gibt auf dem Markt Literatur zum Thema Hundeerziehung
ohne Ende, die vielen darin enthaltenen Erziehungstipps richtig umzusetzen ist für "Anfänger" nicht einfach.  

 

Aus eigener Erfahrung kann ich jedem "Anfänger"- Hundebesitzer wärmstens empfehlen, sofort nach Einzug des Hundes in sein neues Heim, fachlichen Rat einzuholen, d. h. am besten eine erfahrene Hundetrainerin zu Rate zu ziehen, die Sie zu Hause besucht und Ihnen vor Ort erklärt, welche wichtigen Punkte Sie zu beachten haben. Auf diese Weise ersparen Sie sich viel Mühe und Nerven, letztendlich auch Mehrkosten. Wenn sich bereits viele Verhaltensfehler mit dem Umgang Ihres Hundes eingeschlichen haben, ist es doppelt so schwer, dauert es doppelt so lange, diese Fehler zu korrigieren.

Junge Hunde, die nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im neuen Heim eine Welpenspielgruppe, bei der auf Alter und Größe der Tiere geachtet wird, besuchen dürfen, sind später erwiesenermassen verträglicher mit ihren Artgenossen. Dieses vielerorts beobachtete Fernhalten des eigenen Hundes beim Spaziergang vor allen anderen Vierbeinern, sehe ich als ganz großes Fehlverhalten der Hundebesitzer an.   

Nicht jeder Hundehalter kann das arttypische Verhalten, die "Sprache" seines Hundes erkennen und richtig deuten. Das Hundeverhalten mit menschlichen Maßstäben zu messen und zu werten ist hierbei nicht angebracht sondern kann schädlich sein.

Das Befolgen von einfachen Befehlen wie z. B.: Hinsetzen, Hinlegen, Herankommen, Verweilen, das Spielzeug oder den gefundenen Gegenstand ohne zu Knurren abgeben, ist ein "Muss" für jeden Hund. Es erleichtert das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund bedeutend. 

Wenn ein Hund diese Regeln beherrscht, kann es unter Umständen lebensrettend für ihn sein.  

Ganz wichtig ist es, dass Ihr Hund Spaß am Lernen hat und verschiedentlich durch neue Übungen motiviert wird.

Die Übungen dürfen nicht zu lange dauern und müssen durch Pausen unterbrochen sein.

Zu beachten ist, dass junge Hunde ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis haben und nicht überfordert werden dürfen.

Ein ausgiebiges Loben durch Streicheleinheiten, die Belohnung mit Leckerlis nach jeder gelungenen Übung ist ausserordentlich wichtig.

Ein unerwünschtes Verhalten des Hundes hat ein mit Nachdruck gesprochenes "Nein" oder "Pfui" zur Folge.

Ganz wichtig ist dabei, dass die Korrektur sofort und vor allem -bei jedem Auftreten des unerwünschten Verhaltens- vorgenommen wird, damit der Hund sein Fehlverhalten in Verbindung mit dem ausgesprochenen Verbot bringt.

Hundeschule

Sammy
Sammy

 

Hundeschule Martina Hermann - Egloffstein und Eckental


Individuelle, zwangfreie und erfolgreiche Hundeerziehung
Einzelunterricht im Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen, Forchheim, Fränkische Schweiz, Eckental,..
.

Leistungsangebot in Kürze:

  • Individuelle, liebevolle, kompetente und erfolgreiche Hundeerziehung
  • Einzelunterricht, vollkommen abgestimmt auf Sie und Ihren Hund
    (im gesamten Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen, Eckental, Forchheim, Fränkische Schweiz)
  • Kompetente Hilfe, insbesondere auch bei sogenannten "Problemhunden"
  • Vermittlung von Wissen und ausführliche Erklärung des Verhaltens Ihres Hundes
  • Korrektur von Verhaltensstörungen aller Art, z.B.
    o Aggressivität gegen Mensch und / oder Hund,
    o Zerstörungswut
    o Angstverhalten
    o Jagdtrieb

 

Martina Hermann
09197 / 62 67 87
0175 / 593 3712
www.hundeschule-hermann.de

Merle und Lotta
Merle und Lotta

 


 

Hundeerziehung und Hilfe bei Verhaltensstörungen


Für uns bedeutet Hundeerziehung nicht Unterordnung, sondern den Hund spielerisch durch aktive und positive Motivation - die ganz seinen und Ihren persönlichen Fähigkeiten angepasst wird - zum freiwilligen und vor allem freudigen Gehorsam zu motivieren. Dadurch wird der Hund auf völlig natürliche, "hündische" und vor allem gewaltfreie Art in das "Rudel Familie" integriert.

 

 

Melanie Schmidt & Peter Kasparek
Tel.: 0911 / 766 51 50
www.dogcollege.de

Hunde im Zwinger

Der Hund ist ein Meutetier, das in der Natur (im Gegensatz zur Katze) niemals alleine, sondern nur im Rudel lebt und ein entsprechend ausgeprägtes Kontaktbedürfnis hat. Ihn ständig in einen Zwinger zu sperren( Lebensraum in der Regel kaum mehr als 8 qm) und von seiner Umwelt zu isolieren, bedeutet, ihm ein völlig artwidriges Leben aufzuzwingen. Er leidet unter Einsamkeit, unter Mangel an Zuwendung und Beschäftigung und - als Lauftier - natürlich auch an Bewegungsmangel.

Wer glaubt, sein Tier nicht anders halten zu können, sollte es wenigstens 2 mal täglich freilassen, ausführen und auch zeitweise mit ins Haus nehmen. Mit seinem Herrn zusammenzusein, sofern dieser ihn liebevoll oder wenigstens freundlich behandelt, ist für einen Hund das höchste Glück und er dankt es ihm mit seiner ganzen Zuneigung und lebenslanger Treue.

Jeder Hund, der jahrelang ständig im Zwinger gehalten wird, weist gesundheitliche Schäden auf (besonders an den Gelenken), die bei normaler Haltung im gleichen Lebensalter nicht auftreten. Auch sein Wesen verändert sich, wenn ihm jede Lebensfreude versagt bleibt. Er wird ängstlich, unberechenbar, aggressiv oder apathisch.

Ein Hund, der 10 Jahre im Zwinger gesessen hat, weist immer Schäden auf, die er bei normaler Tierhaltung nicht hätte:  übermäßige Steifigkeit in den Gliedern (Zwingerkrankheit, Verdauungsstörungen, abnorme Schwielenbildung an den Fußgelenken und am Gesäß, abgeschabtes glanzloses Fell). Außerdem ist nicht auszuschließen, daß der Hund durch die Inaktivität Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat erdulden muß, die ein normal gehaltener Hund im gleichen Lebensalter mit Sicherheit nicht hat.

Nicht zu verantworten ist es, einen Welpen allein in einem Zwinger (oder Schuppen) unterzubringen, da er speziell in der Entwicklungsphase Kontakt mit dem Menschen braucht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden Verhaltensschäden auftreten, die während des ganzen Hundelebens nicht mehr reparabel sind.
Gleiches trifft natürlich auf Hunde zu, die den ganzen Tag allein in der Wohnung eingesperrt werden.
Dem Wesen eines Hundes wird man eigentlich nur gerecht, wenn man ihn als "Kumpan", als Hausgenosse und Begleiter annimmt. In solchen Fällen erwächst in der Regel eine tiefe Freundschaft, die wunderbar bereichert und noch über den Tod hinaus unvergeßlich bleibt.

 

Fahrradfahren mit Hund

Die Sonne scheint, es ist warm – das beste Wetter also für eine kleine Radtour, an der auch lauffreudige Hunde teilnehmen können. Allerdings sind einige Grundregeln zu beachten. TASSO hat dazu den Hamburger Hundetrainer Detlev Schönfelder befragt, hier seine Tipps:

Nur kräftige Hunde dürfen mit

Die meisten Hunde laufen gern, man darf sie aber nicht überfordern. Für Welpen und Hunde bis zu einem Jahr ist das Mitlaufen neben dem Rad tabu. Es sollte draußen außerdem nicht zu warm sein. Grundsätzlich gilt zudem: Die Geschwindigkeit muss der Größe des Hundes angemessen sein, wobei man nach „Sprintstrecken“ immer eine Pause einlegen sollte.

Ohne Training geht’s nicht

Hund und Fahrrad müssen sich erst aneinander gewöhnen. Dazu nimmt man das Rad zwischen sich und dem kurz angeleinten Hund und schiebt erst einmal ein paar Runden. Der Hund muss sich dabei immer auf Sattelhöhe befinden. Bleibt das Rad stehen, sollte der Hund sich hinsetzen. Klappt diese Übung, wird in freiem Gelände – möglichst abseits von Straßen und stark frequentierten Wegen – mit Herrchen oder Frauchen im Sattel geübt. Fahren Sie langsam und mit einigen Kurven, weichen Sie Hindernissen aus und bremsen Sie spontan, Ihr Hund sollte alles brav mitmachen.

Vorsicht in dichtem Straßenverkehr

Der Hund am Fahrrad muss immer auf der dem Verkehr abgewandten Seite des Radwegs laufen. Vermeiden Sie unbedingt dicht befahrene Straßen. Das Mitführen von Hunden am Rad ist zwar nicht verboten, mit rechtlichen Konsequenzen sollte man aber rechnen, wenn das Gespann Rad-Hund zum Verkehrshindernis wird oder gar das Tierschutzgesetz missachtet wird. Das Laufen auf der Straße wird dem Hund ohnehin kaum Freude machen, rauer Asphalt schadet den Pfoten, Autoabgase machen das Atmen schwer.

Die zehn Regeln von Hundetrainer Detlev Schönfelder fürs Radfahren mit Hund

1. Viele Pausen einlegen, Hund beobachten
2. Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen
3. Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern
4. Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung, und in Bodennähe ist es außerdem wärmer als auf dem Sattel
5. Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten
6. Nicht zu lange auf Asphalt bleiben
7. Abgasreiche Strecken schnell verlassen
8. Stark befahrene Radwege meiden
9. Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln
10. Nie vor der Radtour füttern

 

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 ? 65795 Hattersheim, Germany
Telefon: +49 (0) 6190.937300
Telefax: +49 (0) 6190.937400
eMail: newsletter@tasso.net
HomePage: www.tasso.net

Dominanz und Rangordnung

Cäsar
Cäsar

"Welch geistige Armut muss unter den Menschen herrschen,
dass sie von Tieren verlangen, was sie selbst nicht vermögen"
(Karin Szeeh)

 

Apropos, wer mit Menschen nichts am Hut hat, ist nicht in der Lage, optimal mit Hunden umzugehen! Das geht nicht, denn es geht um eine Mensch-Hund-Beziehung

 

"Dominanz" ist eines der am häufigsten missverstandenen und missbrauchtesten Wörter in Hundehalter- und Ausbilderkreisen. Nicht selten wird sofort ein "Dominanzproblem" festgestellt, wenn der Hund "ungehorsam" ist. Diese Probleme stellen sich bei näherer Betrachtung allerdings sehr häufig als mangelnde Kommunikation oder als ungenügendes Training heraus.
Sogar Hunde, die offensichtlich Angst vor bestimmten Personen haben und diese anbellen oder nach ihnen schnappen, wenn sie sich bedrängt fühlen, werden von manchen "Experten" als dominant bezeichnet. ABER: Bellen und Schnappen hat immer eine Ursache!

Als Therapie wird den Rat suchenden Hundehaltern dann auch häufig ein "Unterordnungstraining" empfohlen, um dem angeblich aufmüpfigen Vierbeiner "zu zeigen, wer der Herr ist". Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass sich solche Probleme durch derlei "Therapien" meist deutlich verschlimmern... Denn in Wahrheit ist der Hund nur verzweifelt und versucht, sich die Furcht einflößenden Fremden vom Leib zu halten. Jeder Hund hat eine Individualdistanz, die wir oft unterschreiten!

Vielleicht wundern Sie sich: Während viele "Hundeexperten" von "Dominanzproblemen" oder Rangordnungsproblemen bei Hunden reden, werden Sie diese Begriffe hier nicht lesen. Das hat einen Grund: Was einen "dominanten" Hund auszeichnet wird sehr unterschiedlich aufgefasst und verstanden. Meist handelt es sich dabei um Eigenschaften wie aggressiv, wild, ungestüm, unbeherrscht, ungehorsam, draufgängerisch, kräftig, etc...

 

In den allermeisten Fällen zeigen die derart bezeichneten Hunde jedoch ganz einfach gestresstes Verhalten!

 

Leider wissen die überforderten Hundehalter damit meist nichts anzufangen und reihen den Hund in die Kategorie "dominant" ein. Doch Dominanz ist keine Eigenschaft, sondern ein situationsbezogenes Verhalten.

Das hat in der Folge zweierlei Auswirkungen:

Bei manchen Menschen herrscht die Meinung vor, "dass man da halt nichts machen kann, die Rasse ist eben so". Möglicherweise kommt noch hinzu, dass man sogar stolz ist, so einen "Rambo" sein Eigen zu nennen. In diesem Fall baut der Hund das vorhandene Verhaltensmuster auf und bewirkt, dass auch immer mehr andere Hunde, auf die er trifft, aggressive Verhaltensmuster entwickeln.

In anderen Kreisen ist es immer noch üblich - trotz inzwischen zahlreich vorhandener guter Literatur, die ausdrücklich vor solchen Maßnahmen warnt - "dominante" Hunde zu "unterwerfen", ihnen gewaltsam zu zeigen "wer der Boss ist".
Die Bezeichnung "dominant" führt in der Regel vor allem zu einer unendlichen Kette von Missverständnissen und gesteigerter Aggression, an deren Ende im schlimmsten Falle Beißunfälle oder das Töten des Hundes aus vorgeschobenen Gründen stehen.

Welcher Art die Probleme, die ein Hund verursacht, auch immer sein mögen, NIEMALS dürfen gewaltsame Maßnahmen und Schmerzzufügung als "Therapie" eingesetzt werden! Dadurch wird ein Teufelskreis an Aggression in Bewegung gesetzt, aus dem Hund und Mensch nur schwer wieder herausfinden!


Gewalt erzeugt Gewalt

Je weniger Strafreize, desto sicherer der Erfolg!


Tatsächlich gibt es in der modernen Ethologie ausreichend Hinweise, dass wir mit dem Dominanzkonzept der Hunde einem großen Irrtum unterlagen. Wie es dazu kommen konnte und warum wir heute gescheiter sind (oder vielmehr: sein sollten!), lesen Sie bitte bei Mech (1999), Coppinger (2003) und Eaton (2003) nach. Oder bei Buchtipps auf weiter blättern.

 

 

"Auch die Tiere sind Gottes Eigentum. Gott hat sie uns anvertraut, nicht ausgeliefert."
Pastor Erich Schulte

 

 

 


Halsband oder Brustgeschirr?

Halsbandträger
Halsbandträger

 

Das hängt jeweils von Hund und Halter ab. Es gibt Hunde, die im Vergleich zum Hals einen sehr schmalen Kopf haben. Bei denen ist es schwierig, ein Halsband so einzustellen, dass sie nicht entkommen können. Bei ihnen sitzt ein Geschirr unter Umständen wesentlich besser. Andere Hunde haben so einen grossen Brustkorb, dass ein normales Brustgeschirr nicht hinter der grössten Stelle zum Sitzen kommt und deshalb ebenfalls schnell abgestreift werden kann.
Zieht ein Hund stark, so kann man ihm mit einem Halsband die Luft nehmen, was zu weiterem Zug führt - schließlich will das Tier dieser Situation entkommen. Des weiteren führen Hunde untereinander die Kommunikation sehr viel über den sensiblen Halsbereich. Leinenrucke bleiben nicht aus (denn selbst wenn der Mensch nicht ruckt, gibt es immer wieder Situationen, in denen der Hund ins Leinen-Ende rennen kann).
Geschirre lassen den sensiblen Halsbereich und Kehlkopf frei. Es gibt keine mißverständlichen Signale am Hals und man hat das Tier im allgemeinen sicherer im Griff.
Wichtig ist aber auch das Drumherum. Achten Sie darauf, dass der Hund bei Transporten IMMER gesichert ist und nicht aus dem Auto entwischen kann, ohne dass er an einer Leine hängt, deren Ende fest in Ihrer Hand liegt. Leinen Sie erst den Hund an, bevor Sie Ihre Haustüre öffnen. Sichern Sie den Hund, wenn andere Leute die Haustüre passieren (andere Bewohner oder Besucher
kommen/gehen). Lassen Sie den neuen Mitbewohner nicht ohne Aufsicht im Garten. Am besten gehen Sie anfangs mit Hund an der Leine in den Garten und testen, ob er irgendwelche Lücken im Zaun entdeckt, die Sie übersehen haben. Beobachten Sie ihn später, wie er sich verhält (ob er zum Beispiel probiert, sich Flucht-Tunnel zu graben oder über die Zwischenstation Kompost-Haufen den Zaun zu überwinden). Denken Sie voraus und bauen Sie vor!!!

 

Für Ausbruchs-Künstler empfohlen:
Es gibt bei der Firma Qualidog ein Geschirr.

 


Text übernommen mit freundlicher Genehmigung von
www.grenzenlose-hundehilfe.de

Abschied vom Hund (Eberhard Trumler)
Es gibt Menschen, die sich deswegen keinen Hund anschaffen, weil sie Angst haben, seinen Tod zu erleben. Ich weiß nicht, ob das sehr schlau ist - schließlich dürfte man dann auch nicht heiraten, denn in der Regel stirbt einer der Partner stets früher als der andere. Man muss den Tod als das sehen, was er ist: ein von der Natur weise eingerichtetes Prinzip, Platz für die Nachkommen zu machen. Er ist nichts Erschreckendes und nichts Grausames. Das Verlieren des Partners ist gewiss schmerzhaft - auch wenn es "nur" ein Hund ist. Aber spielt da nicht der leidige Egoismus mit, der auf das Besitzrecht pocht und den Tod böse macht, weil er einem den Besitz entreißt?
Niemand sollte sich anmaßen, ein Lebewesen, sei es Mensch oder Hund, wirklich zu "besitzen". Er kann ihm nur Partner sein - so lange Partner sein, wie die ablaufende Zeituhr es erlaubt.
Daher bin ich immer wieder entsetzt, wenn Hundehalter aus einer egoistischen "Liebe" einem Hund brutal das Sterben verweigern. Die mit allen Mitteln der Pharmakologie doch nichts anderes erreichen, als das Siechtum des alten Hundes zu verlängern.
Für mich gibt es nur ein Mittel, die Lebenskräfte eines allmählich alternden Hundes neu zu aktivieren, seine Freude am Weiterleben zu wecken und damit sein Leben noch ein wenig zu verlängern. Dieses Rezept heißt: man verschreibe ihm einen Welpen. Einen munteren kleinen Welpen, der für den Alten nun zu einer neuen Lebensaufgabe wird. In jedem normal aufgezogenen Hund steckt das Bedürfnis, Welpen zu betreuen und zu erziehen.
Den alternden Hund mobilisiert so ein Welpe mehr als die besten Aufputschmittel. Er fängt wieder zu spielen an, erträgt geduldig die Streiche des Kleinen - und später werden wir in dem Junghund vieles entdecken, was an den Alten erinnert. Junghunde lernen nämlich von den Großen, ahmen sie nach.
Wenn also die Uhr abgelaufen ist, dann ist die Euthanasie der beste Freundschaftsdienst, den wir den Hunden erweisen können. Überlassen wir also diese letzte Entscheidung dem Tierarzt.